Kartoffeln als Beilage

Die Kartoffel ist ein wertvolles Lebensmittel, vor allem, wenn sie in der Schale gekocht wird

Heimisch war sie ursprünglich in Südamerika, als sie aber vom Preußenkönig Friedrich dem zweiten nach Europa gebracht wurde, trat sie auch hierzulande ihren Siegenszug an. Allerdings brauchte es einige Zeit und Opfer, bis erkannt war, welche Teile der Kartoffel essbar sind und welche nicht.

Dass es dabei ausschließlich um die Wurzel, die Knolle geht, war den Eroberern von damals nicht bekannt. Heute wissen wir deutlich mehr über die Kartoffel und in vielen Ländern ist sie eine äußerst beliebte Beilage. Über 200 Kartoffelsorten sind bekannt, etliche davon sind moderne Züchtungen, die resistenter gegen Schädlinge sind.

Die Kartoffel enthält nicht nur zahlreiche Vitamine und Vitalstoffe, sondern auch Mineralstoffe und Spurenelemente. Da die Kartoffel auch reichlich Kohlehydrate und Ballaststoffe mitbringt, kann man sie zweifellos als Teil einer gesunden Fitnesernährung betrachten. Und wenn sie ohne Fett verzuehrt wird, kann man sie durchaus als Schlankmacher bezeichnen.

Die Zusammensetzung der Kartoffel:

  • 2 % biologisch hochwertiges Eiweiß, es kann aufgrund des hohen Gehalts an essentiellen Aminosäuren vom Körper ausgesprochen gut verwertet werden. Unter allen pflanzlichen Eiweißlieferanten besitzen Kartoffeln den höchsten Anteil an verwertbaren Proteinen.
  • 16 % Kohlehydrate, größtenteils in Form von Stärke
  • 1,7 % Ballaststoffe, sie regen die Verdauung an und sorgen für einen langanhaltenden Sättigungseffekt
  • 77 % Wasser

Die Vitamine der Kartoffeln:

  • Vitamin C
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B3
  • Vitamin B6
  • Pantothensäure

Die Spurenelemente der Kartoffeln:

  • Kalium
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Phosphor
  • Eisen

Gegessen wird von der Kartoffel nur die Wurzelknolle, die restlichen Teile sind ungeniesbar oder sogar giftig. Grüne Stellen an der Knolle sollten Sie großzügig herausschneiden, da sie leicht giftig sind. Keime und Triebe entfernen Sie ebenfalls, auch sie enthalten ein leichtes Gift.

Bei diesen Giften handelt es sich um Alkaloide, hauptsächlich sind das Solanin und Chaconin. Diese Alkaloide sind am konzentriertesten in der Schale, grünen Stellen, Augen und Keimen. Deshalb sollte man die Kartoffeln nicht mit der Schale essen, auch wenn viele das Gegenteil behaupten. Auch das Kochwasser der Kartoffeln sollten Sie nicht verzehren, da ein Teil der Alkaloide ans Kochwasser abgegeben wird.

Unter bestimmten Umständen kann die Alkaloidkonzentration in der Schale so stark ansteigen, dass der Verzehr Vergiftungserscheinungen verursachen kann: von leichten Magenbeschwerden über Nierenentzündungen bis hin zur Schädigung des zentralen Nervensystems, was letztendlich zum Tod führen kann. Hauptverantwortlicher ist das Solanin, das so giftig ist wie Strychnin.

Lager Sie Kartoffeln kühl, dunkel und trocken. So halten sie nicht nur länger, sie bleiben auch gesünder. Bei falscher Lagerung kann der Alkaloidanteil in der Kartoffel in wenigen Tagen um das zwei- bis dreifache ansteigen und damit einen kritischen wert erreichen. Es wäre doch schade um dieses eigentlich sehr hochwertige Lebensmittel - man muss sich nur an die Regeln halten.

Der Gesundheitswert der Kartoffeln ist übrigens stark abhängig von der Art der Zuebreitung:

  • Pellkartoffeln haben mehr Vitamine als Salzkartoffeln, da die Salzkartoffeln beim Kochen auslaugen und so Vitamine und Spurenelemente verlieren
  • Backofenkartoffeln haben eine hohe Konzentration der Inhaltsstoffe, da sie im Ofen viel Wasser verlieren
  • beim Garen im Schnellkochtopf gehen mehr Vitamine und Mineralstoffe verloren als beim normalen Kochen
  • Kartoffelpüree enthält außer den Kartoffeln auch Butter und Milch. Dadurch wir der Gehalt an Fett und Kalorien deutlich erhöht
  • Pommes frites oder Kartoffelchips werden mit viel Fett und bei hohen Temperaturen zubereitet und gehören daher zu den ungesündesten Kartoffelvarianten
  • Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln besitzen besonders viele Nährstoffe, da alle Inhaltsstoffe beim Braten in der Pfanne verbleiben. Wichtig ist aber, dass sie mit wenig Fett zubereitet werden


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